Es gibt 19 denkmalgeschützte alte Bauernhäuser und Naturdenkmäler in Dedenborn, deren Erhalt und Pflege den Bewohner wie auch dem Ortskartell ein stetiges Anliegen ist. Dafür wird ein Vielfaches an Eigenleistung und Eigeninitiative von der Bevölkerung und den Helfern erbracht.
Leider findet man die für die Nordeifel sehr typischen Rotbuchenhecken nur mehr selten vor, da diese in den Nachkriegsjahren und dem damit verbundenen Neuaufbau des Ortes vielerorts weichen mussten. Den eindruckvollsten Baum, eine Linde aus dem 17. Jahrhundert (ca. 350 – 400 Jahre alt) kann man an der Kirche auf dem »Pfarrer-Engels-Platz« bewundern.
Der neue Friedhof wurde 2002 eindrucksvoll in die Landschaft und das Ortsbild eingebettet. Im Oberdorf in der Waldstraße, gibt es auf der Zuwegung zur Grillhütte einen großen zentralen Spielplatz mit zusätzlichen Hinweistafeln über heimische Wild- und Pflanzenarten. Dem Spielplatz angegliedert ist eine Spiel- und Bolzwiese.
Drei Bäche (Brommersbach, Brombach, Tiefenbach) aus den Nebentäler der Rur, deren Bachläufe wegen der dort anzutreffenden Biotope zum Naturschutzgebiet erklärt wurden, münden nahe Dedenborn in der Rur.
Etwas abseits von Dedenborn liegt die unter Denkmalschutz stehende ehemalige Ölmühle im Tiefenbachtal zwischen Dedenborn und Kesternich. Hier wurde vornehmlich aus Bucheckern Öl für Lampen herausgepresst. Die Anlage besteht aus dem 3-geschossigen Wohnhaus aus dem 17. Jahrhundert (Bruchstein) mit links anschließendem 2-geschossigen Anbau. Vor dem Haus steht ein hölzernes Kruzifix aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Vom Haus, in dem das Mahlwerk untergebracht war, sind nur noch die Grundmauern erhalten. Gegenüber dem Wohnhaus steht ein kleines Bruchsteinhaus als einzig erhaltener Rest eines größeren Gebäudes aus dem 19. Jahrhundert.
Die »Schöne Aussicht« ist ein historischer Aussichtspunkt hoch über dem Südende des Obersees zwischen Dedenborn und Einruhr. Landrat Bernhard Freiherr von Scheibler, der Friedrich Wilhelm IV. bei seinem Besuch im Monschauer Land begleitet hatte, errichtete dort 1887 ein steinernes Kreuz, das seither mehrfach erneuert wurde. Nur der Sockel, der das Familienwappen des Landrats trägt, ist noch der ursprüngliche. Der Blick von hier in Richtung Dedenborn ist wohl einmalig und wurde in jüngerer Zeit zum »Eifelblick« erkoren.
Einen weiteren Aussichtspunkt auf den schönen Rurtalort findet man auf dem »Spicher«, einer Felsnase oberhalb der Rur von der Waldstraße und aus Rauchenauel gut erreichbar. Hier errichteten Jungmänner aus Dedenborn zum Dank für ihre heile Rückkehr aus dem 2. Weltkrieg, 1954 das große »Weiße Kreuz«. Nicht weit von diesem Kreuz erbaute der Verkehrsverein Dedenborn, 1976 die damals erste Grillhütte dieser Art im Monschauer Land. Etwas südlicher trifft man auf den Waldlehrpfad am Rundwanderweg zwischen Dedenborn und Einruhr.